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Der
Grundgedanke klang ja wirklich ganz einfach:
"Wir haben immer gut zusammen gearbeitet
- warum sollen wir nicht auch mal gut zusammen
in Urlaub fahren?" Zum Beispiel in einem
Kurztrip nach Portugal, genauer an die Algarve.
Geplant war, freitags nach Dienstschluss
vom Flughafen Rhein-Main abzuheben und dann
bis Dienstag oder Mittwoch im sonnigen Süden
zu bleiben. Ein kleines Hotel (www.villa-cloud-nine.com)
in der Nähe von Portimão war das Ziel.
Die
Teilnehmer waren ziemlich schnell beisammen
- aber damit fing das Problem erst so richtig
an! Wie bekommt man vier Mitarbeiter der
Frankfurter Sparkasse und einen Kollegen
vom Versicherungsservice terminlich unter
einen Hut? Eigentlich kann das doch gar
nicht so schwer sein - schließlich arbeiten
wir ja nicht mehr alle auf einer Geschäftsstelle,
sondern am Hauptbahnhof, in Bockenheim,
in der Aus- und Weiterbildung und im Versicherungsservice.
Getrennt reisen
- vereint frühstücken
Weit
gefehlt: die Einigung auf einen gemeinsamen
Termin hat fast sechs Wochen gedauert -
und selbst dann waren die Termine nicht
vollständig deckungsgleich! Der Rest der
Planung, also Flüge buchen, Zimmer reservieren,
Mietwagen organisieren war dann vergleichsweise
einfach.
Für
Ingo Nick, Oliver Seufert und Jürgen Vogel
ging's am Abend des 2. November von Rhein-Main
via Lissabon nach Faro und von dort im Mietwagen
ins Hotel "Villa Cloud Nine" nach Alcalar.
Als die Drei dort ankamen, ging der Rest
der Gruppe in Frankfurt gerade ins Bett.
Am nächsten Morgen war es genau umgekehrt
- Elke Steinmann, Thomas und Susanne Wiegand
machten sich gegen vier Uhr morgens reisefertig,
die Freitags-Flieger gingen so etwa um diese
Uhrzeit ins Bett. Zum Frühstück waren dann
aber alle auf der Terrasse der Villa Cloud
Nine endlich vereint.
Der
Blick auf den blühenden Garten und den türkisblauen
Pool entschädigte für die kurze Nacht. Dazu
noch Sonnenschein und eine gute Tasse Kaffee
- was braucht der Mensch mehr?
Zwei haben noch nie "auf so einem Ding"
gesessen
Gleich
nach dem reichhaltigen Frühstück wurden
fünf Motorroller angeliefert. Ingo Nick
und Oliver Seufert hatten noch nie auf "so
einem Ding" gesessen - für die anderen Drei
war es eigentlich nur ungewohnt, statt auf
dem Motorrad auf einem Automatik-Roller
zu fahren. Aber man gewöhnt sich ja schließlich
an alles! Also, Helme auf und los! Thomas
Wiegand, dessen bevorzugtes Urlaubsziel
die Algarve ist, übernahm die Führung und
lotste die Gruppe zu kleinen Stränden und
in idyllische Fischerdörfer. Seine Frau
Susanne fuhr mit dem Auto als Service-Fahrzeug
hinterher.
Herrlich!
Am Strand in einer kleinen Taverne zu sitzen
und in die Sonne zu blinzeln statt zu Hause
im Nebel und Regen zu frieren. Aber auch
an der Algarve geht die Sonne schon am späten
Nachmittag unter - der Abend kommt und damit
auch die Frage nach dem Abendessen.
Blick auf
Sterne und Frösche
Erst
mal zurück ins Hotel und nach einem kurzen
Spaziergang durch die laue Abendluft ins
Restaurant "Amadeus", wo zum leckeren Essen
und dem portugiesischem BSE-Wein (hat nichts
mit britischem Rinderwahn zu tun, sondern
heißt "bianco, secco, extra") allerdings
nicht Mozarts Zauberflöte gespielt wird.
Draußen vor den Panoramafenstern glitzerten
die Sterne im Teich und wenn man genau hinschaute,
konnte man Frösche am Ufer sitzen sehen.
Der Abend wurde lange und lustig - aber
irgendwann merkten alle, dass die vorangegangene
Nacht doch etwas zu kurz gewesen war.
Leider
fing es am Sonntag an zu regnen, so dass
die Sparkassen-Turisten vom Motorroller
in die Mietwagen umstiegen und die Sierra
de Monchique und die Westküste auf konventionellere
Art und Weise erkundeten. Aber auch bei
diesem Wetter wurde die Landschaft und vor
allem das Meer zum Erlebnis. Ein Spaziergang
am menschenleeren Strand war selbst im Regen
schön. Und der anschließende Galao (Milchkaffee
im Glas serviert) vertrieb das klamme Gefühl
aus den Fingerspitzen.
Zum
zünftigen Essen in einem kleinen Lokal am
Hafen brachten wir den richtigen Hunger
mit: große Platten mit frisch gegrillten
Tintenfischen, Garnelen und Spare Rips,
dazu Salat und Pommes frites! Wie gut, dass
man hier auch mit den Fingern essen kann
- mit dem Besteck wäre das Schälen der Gambas
und das Sezieren der Calamares ziemlich
kompliziert gewesen!
Der Atlantik
lockt zum Baden
Montags
hatte sich der Regen zum Glück wieder verzogen
- die Erkundung der Algarve konnte mit den
Motorrollern fortgeführt werden. Aber bitte
nicht zu schnell. Es gab ja so viel zu sehen.
Man musste immer wieder anhalten, um die
Küste zu bewundern. Die Wellen brachen sich
an beige und gelben Felsen oder liefen auf
dem feinen Sandstrand aus. Man konnte sich
gar nichts satt sehen. Das Meer sah einfach
zu verlockend aus! Jürgen Vogel mied zwar
den Hotelpool, aber dem Atlantik konnte
er nicht widerstehen - ein Bad in der Brandung
ist eben doch etwas anderes als das Plätschern
im Schwimmbecken!
Zum
Abschluss der Tour de Algarve fuhren wir
nach Silves in ein altes Cafehaus, dessen
Wände vom Boden bis zur Decke mit blau-weißen
Azulejos, den traditionellen bemalten Wandfliesen,
bedeckt sind. Der Rückweg zum Hotel führte
die Truppe nochmals in die Berge der Monchique
und in die Dunkelheit. Wenn die Sonne untergegangen
ist, wird es hier schnell ziemlich frisch
- und der warme Pullover lag natürlich ganz
unten im Koffer!
Gut geführt
über dunkle Straßen
Wenn
man die gut erschlossenen Wege im Taunus
kennt, kann man sich gar nicht vorstellen,
wie dunkel die Nacht in so einem Gebirge
sein kann. Straßenlaternen gibt es nur in
den wenigen, kleinen Ortschaften und die
Hinweisschilder an den Kreuzungen sieht
man erst im letzten Augenblick. Gut, dass
Thomas Wiegand die Gegend schon fast wie
seine Westentasche kennt und alle wohlbehalten
zurück zum Hotel führte, wo zum Glück im
marmorgetäfelten Bad jedem eine Wanne mit
heißem Wasser zur Verfügung stand.
Nach
dem Abendessen kamen leider schon Abschiedsgefühle
auf. Die Freitags-Flieger mussten am nächsten
Tag wieder zurück! Dennoch genossen wir
den letzten gemeinsamen Abend - ins Yenga-Spielen
vertieft. Das Frühstück am nächsten Morgen
verlief ungewohnt ruhig. Die fünf Sparkassen-Touristen
und Ihr Anhang wollten sich eigentlich noch
nicht trenn, aber die Pflicht rief. Die
"Samstags-Flieger" durften den Rest der
Woche noch in der Sonne genießen. Es war
aber nicht mehr so wie vorher.
Wiederholung
wäre erwünscht
Die
gemeinsame Reise war genial. Man lernte
sich vn einer ganz anderen Seite kennen,
fand außer "Sparkasse" noch viele andere
auch persönliche Themen und kam sich durch
die Erlebnisse in neuer Umgebung näher.
Hoffentlich war das nicht die letzte gemeinsame
Unternehmung - es muss ja nicht immer Portugal
sein! Aber diese Kollegen, die sollten es
schon wieder sein!
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